Aktuelle Modulpreise 2026: CHF pro Watt-Peak nach Hersteller, Modul-Typ und Marktsegment. Vergleich europäischer und chinesischer Module mit Empfehlungen für Schweizer Hauseigentümer.
PV-Monitor Schweiz bietet unabhängige Schweizer Solar-Informationen. Dieser Beitrag ist Teil unserer Wissensreihe zu Photovoltaik, Förderung und Wirtschaftlichkeit.
Wer Solar-Module einkaufen oder bewerten will, sollte den Preis pro Watt-Peak (CHF / Wp) als zentrale Kennzahl kennen. Diese Grösse erlaubt einen fairen Vergleich zwischen verschiedenen Modul-Grössen, Herstellern und Marktsegmenten. 2026 zeigt der Schweizer Markt eine klare Stratifizierung: Standard-Module aus China sind erschwinglich, Premium-Module aus Europa und Korea kosten mehr, aber bieten klare Mehrwerte über die 25-jährige Lebensdauer.
Die Preise variieren stark nach Marktsegment:
Die genannten Preise sind Bruttopreise vor Mehrwertsteuer und vor Installation. Hauseigentümer kaufen Module nicht einzeln — der Installateur bezieht sie über Grosshandel und stellt sie in die Gesamtofferte ein.
Mehrere Faktoren bestimmen den Preis eines Solar-Moduls:
Eine konkrete Rechnung für eine 10 kWp Anlage (25 Module à 400 Wp):
Mehrertrag durch Premium über 25 Jahre:
Der Premium-Aufpreis von CHF 1'175 zahlt sich also drei- bis sechsfach zurück.
Bifaciale Module mit aktiven Solarzellen auf Vorder- und Rückseite sind besonders interessant für Schweizer Höhenlagen. Aufpreis gegenüber monofacialen Modulen: 10-20 %. Vorteile:
Für eine 10 kWp Anlage in Davos (1'560 m) bedeutet das CHF 600-1'000 Mehrkosten für 25-jährige Mehrerträge von CHF 5'000-8'000.
Meyer Burger ist der prominenteste Schweizer Modulhersteller mit Produktionsstandorten in Thalheim (Deutschland) und Modulen, die in der Schweiz vertrieben werden. Die Module verwenden HJT-Technologie (Heterojunction) mit hohen Wirkungsgraden bis 22,5 % und 30 Jahren Garantie. Preis: CHF 0,35-0,45 / Wp ab Werk, im Endkundenmarkt CHF 0,50-0,60 / Wp inkl. Marge. Vorteile: kurze Lieferketten, hohe Qualität, Schweizer Customer Service, geringer CO2-Footprint.
Die Modulpreise sind 2024-2025 stark gesunken — von CHF 0,30 / Wp Standard auf CHF 0,18-0,24 / Wp 2026. Weiteres Sinken ist möglich, aber nicht garantiert: Energiekosten, Logistik, mögliche Handelszölle und Marktbereinigungen können die Preise auch wieder steigen lassen. Für Hauseigentümer, die 2026 bauen wollen, ist Warten meist nicht sinnvoll — die Modul-Kostenposition macht nur 20-30 % der Gesamtinvestition aus. Weitere Preissenkungen würden also nur 5-10 % der Anlagenkosten betreffen, während ein Jahr Wartezeit ein Jahr mehr Strom-Einkauf vom EVU bedeutet.
Modulpreise 2026 zeigen eine breite Spanne von CHF 0,14 (Budget) bis CHF 0,45 (Premium Schweizer Hersteller) pro Watt-Peak. Für die meisten Schweizer Hauseigentümer ist das Standard- oder Premium-Segment der richtige Kompromiss aus Preis und Qualität. Wer langfristig denkt, fährt mit Premium- oder bifacialen Modulen besser: höhere Erträge über 25-30 Jahre, bessere Garantien, Versicherungswert bei Defekten. Der vermeintliche Aufpreis von 15-30 % zahlt sich mehrfach zurück.
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